Mit vielen Begegnungen und Gesprächen ist heute die "Fackel der Hoffnung" des Kinderlebenslaufs in Oberhausen angekommen. Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Möwennest der Christlichen Hospize Oberhausen hat die Teilnahme an der bundesweiten Initiative vom Bundesverband Kinderhospiz gemeinsam mit Ehrenamtlichen und betroffenen Familien gestaltet und damit ein sichtbares Zeichen für Solidarität gesetzt.
Gegen 15 Uhr erreichte die Fackel mit dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Omega aus Bocholt in einem Feuerwehrauto ihr Etappen-Ziel in Oberhausen. Die Ankunft vor der Pankratiuskirche in Osterfeld begleitete nicht nur das Fackelkind Arik und seine Familie, ebenso die zahlreichen Engagierten aus der Kinderhospizarbeit sowie Bezirksbürgermeister Benedikt Domberger. Bei Spiel- und Schminkangeboten, Kaffee und Kuchen stand vor allem eines im Mittelpunkt: Zeit für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung.
Jubel bei der Übergabe der Fackel an Arik (vorne Mitte): viele Familien, Ehrenamtliche und die Helfer:innen vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Omega aus Bocholt sowie vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Möwennest aus Oberhausen kamen zur Station des Kinderlebenslaufes beim Palottihaus.
Die Aktion machte deutlich, was Kinderhospizarbeit im Kern bedeutet: Familien über oft viele Jahre zu begleiten und ihnen im Alltag Halt zu geben. Der Kinderlebenslauf trägt diese Botschaft weiter - von Ort zu Ort und von Mensch zu Mensch. Das empfindet auch Familie Lück von Fackelkind Arik so: "Die Teilnahme am Kinderlebenslauf erinnert uns bewusst an die Höhen und Tiefen, die das Leben bereithält - und daran, dass das ‚Wir‘ oft darüber entscheidet, wie weit man gehen kann. Deshalb gehen wir mit: aus Solidarität mit den betroffenen Kindern, ihren Familien und allen, die sie begleiten. Sie verdienen unsere Aufmerksamkeit, unseren Zusammenhalt und eine verlässliche Unterstützung - heute und in Zukunft."
Wie wichtig dieses Engagement ist, zeigt sich beim täglichen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen. "Heute hat man gemerkt, wie viel Kraft im Miteinander steckt. Diese Fackel ist nicht nur ein Symbol - sie bringt Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wären", beschreibt es Möwennest-Koordinatorin Alexandra Peters.
Nach dem Stopp in Oberhausen geht die Reise der Fackel unmittelbar weiter: Am Freitag wird sie mit Unterstützung der STOAG - die dafür extra einen Bus sowie einen Fahrer zur Verfügung stellt - in das rund 120 Kilometer entfernte Arnsberg-Neheim im Sauerland gebracht. Rund 20 Ehrenamtliche, die Koordinatorinnen Tabea Goos und Alexandra Peters und eine betroffene Familie begleiten die Fackel auf dieser Etappe bis zum Ambulanten Hospizdienst Sternenweg. Von dort aus reist die Fackel weiter über insgesamt 130 Stationen bis über die Grenzen Deutschlands hinaus. Die Inklusionskampagne legt in diesem Jahr über 7.000 Kilometer zurück und geht erstmals auch durch Luxemburg, Österreich und die Schweiz. Der Bundesverband Kinderhospiz verfolgt mit dem Kinderlebenslauf das Ziel, auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen aufmerksam zu machen, Berührungsängste abzubauen und langfristig eine stärkere gesellschaftliche Unterstützung der Kinderhospizarbeit zu erreichen.
Trägerin des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Möwennest ist die Christliche Hospize Oberhausen gGmbH. Gesellschafter sind der Caritasverband Oberhausen als Mehrheitsgesellschafter, die katholische Stadtpfarrei St. Clemens sowie der Evangelische Kirchenkreis Oberhausen.
Weitere Informationen: www.christlichehospize-oberhausen.de