Oberbürgermeister Thorsten Berg beglückwünschte zur Eröffnung des neuen Hospizes.
"Hospizarbeit ist gelebte Verantwortung füreinander. Sie macht deutlich, dass Leben und Abschied zusammengehören - und dass beides seinen Platz in unserer Gesellschaft haben muss", betonte Oberbürgermeister Thorsten Berg bei der heutigen offiziellen Einweihung des Hospizes in der Vikariestraße in Osterfeld. Gemeinsam mit CHO-Geschäftsführer Michael Kreuzfelder und der neuen Hospizleitung Anna Herten wurde damit die Einrichtung ihrer Bestimmung übergeben und durch Stadtdechant André Müller gesegnet.
Nach dem Umzug vom bisherigen Standort an der Vestischen Straße stehen künftig zwölf statt der bisherigen zehn Plätze zur Verfügung. "Wir können mehr Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten - und das in einem ganz neuen Ambiente mit bester Ausstattung", sagt Michael Kreuzfelder.
Bei der feierlichen Eröffnung des Hospizes St. Vinzenz Pallotti (v.l.): Katholikenratsvorsitzender Thomas Gäng, Caritasvorstand Thomas Hanschen, Katja Kittel, ev. Kirche, Propst und Stadtdechant André Müller, neue Hospizleitung Anna Herten, Caritasdirektor/CHO-Geschäftsführer Michael Kreuzfelder, Oberbürgermeister Thorsten Berg, ehem. Hospizleiter Andreas Stahl, Diözesan-Caritasdirektorin Stefanie Siebelhoff, Wilfried Lanfermann, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Christlichen Hospizdienste St. Vinzenz Pallotti und Ulrike Schachner, GE-WO Vorstandsmitglied.Michael Bokelmann
Das neue Hospiz bietet helle, großzügige Einzelzimmer mit eigenem Bad.Michael Bokelmann
Das neue Hospiz bietet helle, großzügige Einzelzimmer mit eigenem Bad, ergänzt durch eine offene Wohnküche mit Dachterrasse, ein Wohnzimmer, einen Raum der Stille und besondere Angebote wie ein Wellness-Bad sowie einen Snoezelraum zur Entspannung. "Uns war wichtig, sowohl Rückzug als auch Gemeinschaft zu ermöglichen", betont die neue Hospizleiterin Anna Herten, die seit dem 1. Mai mit dem Team das Hospiz in die Zukunft führt. "Die Atmosphäre soll Geborgenheit vermitteln - für unsere Gäste genauso wie für ihre Angehörigen."
Besonders ist jedoch nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch sein Standort: Eingebettet in ein Wohnhaus, umgeben von Nachbarschaft und urbanem Leben, liegt das Hospiz bewusst nicht abgeschieden. "Die letzte Lebensphase ist Teil des Lebens", sagt Kreuzfelder. "Der neue Standort mitten in einem Wohn- und Geschäftshaus zeigt das genau."
Dass dieses Konzept Realität werden konnte, ist auch der engen Zusammenarbeit mit der GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft eG zu verdanken, die das Projekt als Bauherrin ermöglicht und die Räumlichkeiten langfristig zur Verfügung stellt. "Als Bauherr und Vermieter dieses Gebäudes war es für mich etwas Besonderes, ein Hospiz zu planen und zu errichten. Auch wenn Bauen zu meinem beruflichen Alltag gehört, hat dieses Projekt eine besondere Bedeutung. Denn ein Hospiz ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort, an dem Menschen begleitet werden - mit Respekt, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit", sagt GE-WO Vorstandsmitglied Ulrike Schachner.
Gleichzeitig bleibt die Hospizarbeit auf Unterstützung angewiesen. "Viele Angebote, die den Alltag für unsere Gäste lebenswerter machen, lassen sich nur durch Spenden finanzieren", macht Anna Herten deutlich. Ein besonderer Dank gilt daher dem Förderverein Christlicher Hospizdienste St. Vinzenz Pallotti e.V., der die Arbeit seit vielen Jahren engagiert begleitet.
Stadtdechant André Müller segnete die Räume des neuen Hospizes St. Vinzenz Pallotti.Michael Bokelmann
Die Arbeit im Hospiz ist dabei von einer klaren Haltung getragen: "Jeder Mensch ist geliebt und hat in jeder Lebensphase eine unverbrüchliche Würde", fasst Kreuzfelder die christliche Motivation zusammen, die das tägliche Handeln der Mitarbeitenden ebenso wie den Umgang miteinander prägt. Trägerin des Hospizes ist die Christliche Hospize Oberhausen gGmbH. Gesellschafter sind der Caritasverband Oberhausen als Mehrheitsgesellschafter, die katholische Stadtpfarrei St. Clemens sowie der Evangelische Kirchenkreis Oberhausen. Gemeinsam stehen sie für ein Angebot, das die Stadt um einen wichtigen Ort ergänzt - einen Ort des Lebens bis zuletzt.
Standort: Hospiz St. Vinzenz Pallotti, Vikariestr. 5-7, 46117 Oberhausen