Caritas Oberhausen

Jahrgang 2012

21. Dezember
Konkrete Unterstützung für Kinder aus benachteiligten Familien - Sponsoringaktionen 2012 im Überblick.
Auch in diesem Jahr haben sich Oberhausener Firmen und Privatpersonen in Zusammenarbeit mit unserem Verband stark gemacht, damit Kinder aus benachteiligten Familien ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommen. Die Wunschbaumaktionen mit der NRZ, der AOK und dem CentrO. sind abgeschlossen. Ergebnis: 520 Pakete im Gesamtwert von rund 12.000 Euro! Alle Geschenke sind für Kinder und Familien bestimmt, die us. über Pflegekinderdienst oder Allgemeine Sozialberatung (ASB) begleitet werden. Im Kontext des Auftaktberichtes in der NRZ anhand einer anonymisierten Einzelfallgeschichte und einem parallelen Hinweis auf unserer Fond „Kinder im Blick – ich mach mit“ gingen zusätzlich Sach- und Geldspenden ein – letztere in Höhe von bisher rund 4.500 Euro! Der Fond wird im Bereich „Familie & Schule“ für dort betreute Familien und Kinder eingesetzt. Parallel haben wir wieder unsere Geschäftspartner und Lieferanten angeschrieben und über die Verwendung der im vergangenen Jahr für „Kinder im Blick“ erhaltenen Gelder (rund 8.500 Euro) informiert. Auch hier wurden bereits weitere Spenden angekündigt.

Wir danken allen Sponsoren und Spendern ganz herzlich für Ihre Unterstützung.

Freuten sich über die tolle Auszeichnung und das Preisgeld: Norbert Nilkens und „Gleis 51“-Verantwortliche Dagmar Kipp (Mitte vorn). Mit im Bild (v. l.) Dr. Hans-Werner Thönnes, Weihbischof Franz Vorrath, Reinhard Messing, Werner Groß-Mühlenbruch (Caritas-Vorstand) und Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes. Foto: Christoph Grätz

28. November 2012
Essener Sozialpreis geht an Caritasverband Oberhausen
Gleis 51“ ausgezeichnet. Kontaktcafé und Basishilfen für benachteiligte Menschen
„Mitten im Marienviertel und in der Nähe des Oberhausener Hauptbahnhofs ist ein starkes Stück Caritas gewachsen, das an sieben Tagen der Woche für die Menschen da ist.“ So fasste Andreas Meiwes, Diözesancaritasdirektor und Vorsitzender der Bistumsstiftung, die Entscheidung des Kuratoriums zusammen, das dem Oberhausener Sozialprojekt den alle zwei Jahre vergebenen und mit 5.000 Euro dotierten Sozialpreis zuerkannte. „Gleis 51“ ist die Nachfolgeeinrichtung der Bahnhofsmission. Die hatte der katholische Wohlfahrtsverband 2003 aufgegeben, als die Deutsche Bahn keine Essensausgabe mehr im Hauptbahnhof duldete. Um auch weiterhin die Vielzahl Hilfe Suchender erreichen zu können, entstand 2004 am John-Lennon-Platz und damit in Bahnhofsnähe eine neue Anlaufstelle, die jedoch schnell zu klein wurde. Seit 2011 ist „Gleis 51 – Caritas am Bahnhof“ in einer ehemaligen Sparkassenfiliale an der Mülheimer Straße 111 ansässig und hat sich zu einer Begegnungsstätte für den Stadtteil entwickelt. Das Kontaktcafé bietet armen, alten, kranken, einsamen oder wohnungslosen Menschen eine Mahlzeit für kleines Geld, Begegnung und – falls gewünscht – unbürokratische Hilfen. „Persönliche Not geht am Freitag nicht ins Wochenende. Deshalb haben wir auch samstags und sonntags geöffnet,“ formulierte Norbert Nilkens, Leiter des Psychosozialen Gesundheitszentrums der Caritas den Leitgedanken des Dienstes, der ohne öffentliche Mittel und damit ausschließlich über Spenden und Eigenmittel finanziert werden muss. Sein Dank galt insbesondere dem Team von Haupt- und Ehrenamtlichen, zu denen mittlerweile auch ehemalige Besucher gehören.

29. Oktober 2012
KITA Regenbogenland erweitert um zwei Regelgruppen
Seit Mitte des Jahres überschlagen sich die Ereignisse. Mit der Anfrage des Osterfelder Investors Heinz Reimann, ob die Caritas den ehemaligen Waisenhaus-Kindergarten betreiben wolle, wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Vorhaben in die Realität umzusetzen. Land und Kommune wurden ins Boot geholt, beide gaben zwischenzeitlich grünes Licht. Insbesondere die Stadt Oberhausen wies auf den in Rothebusch vorhandenen Bedarf hin. So entsteht derzeit eine zweigruppige Einrichtung an der Waisenhausstraße, eine Gruppe ist bereits ausgebucht - und das ohne konkrete Werbung für die neue Einrichtung, die Teil der Kindertagesstätte Regenbogenland wird. Thematischer Schwerpunkt: Natur und Energie. Das Gebäude verfügt über eine Wärmepumpe und hat auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage. Das zur KITA gehörende kleine Wäldchen sowie der benachbarte Revierpark bieten jede Menge Möglichkeiten zur Naturerkundung. Auf dieser Basis sollen die Kinder schon frühzeitig mit ökologischen Themen befasst werden und einen sinnhaften Umgang mit zur Verfügung stehenden Ressourcen lernen. Anmeldung und weitere Informationen bei Frau Kristina Meinerz (Telefon 0208/ 9404 - 980 oder E-Mail: kristina.meinerz(at)caritas-oberhausen.de)

29. Oktober 2012
Zweite Auflage der "Novemberlichter"
Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr hat sich das Team des Franziskus-Hauses entschlossen, auch 2012 die "Novemberlichter" anzubieten. Am 9. und 10. November, 16 bis 22 Uhr, finden die Besucher im Parkgelände an der Eulenstraße interessante Handwerkerstände, Imbiss- und Getränkebuden und ein abwechslungdsreiches Rahmenprogramm. Das Gelände erstrahlt dabei auch in diesem Jahr wieder im Lichter- und Feuerglanz. Am Samstag beteiligt sich die Caritas zudem wieder an der bundesweiten Aktion "Eine Million Sterne". Nach einem Impuls mit Pastor Arun Mathur entzünden die Teilnehmer Kerzen zum Zeichen der Solidarität - in diesem Jahr besonders für kranke Menschen.

18. Oktober 2012
Neues Büro für Ambulant Betreutes Wohnen in Osterfeld
Mit dem neuen Büro in einem Ladenlokal in der Kirchstraße 12 wird das Engagement der Oberhausener Caritas in Osterfeld erweitert. Neben Caritas-Zentrum, Bistro "Jederman" und anderen Angeboten entsteht dort eine nahgelegende Rückzugsmöglichkeit für unter anderem jene Menschen mit Einschränkungen, die im Rahmen von Beschäftigungs- und Tagesstrukturangeboten im "Jederman" tätig sind. Das neue Büro ist ein zusätzlicher Standort des "Ambulant Betreuten Wohnens", bei dem Menschen mit Behinderung unterstützt werden, die alleine leben. Viele der Klienten lebten in Osterfeld, für diese wäre der Weg dann nicht mehr so weit, so Heiner Emschermann, der das Ambulant Betreute Wohnen des Franziskus-Hauses organisiert. Bisher hatte er sein Büro im Oberhausener Norden, in Königshardt.
Einfacher soll mit dem Büro in der Kirchstraße 12 auch der Zugang zur "Schatzkiste" werden, einer Kontaktvermittlung für Menschen mit Einschränkungen, die Anschluss, Freunde oder einen Partner suchen. Mit dem Ladenlokal bekomme die Schatzkiste erstmals eine konkrete Anlaufstelle, sagt die Koordinatorin Sandra Arslan: "Damit haben wir nun Räume für Treffen und können das Schaufenster nutzen, um auf unsere Veranstaltungen aufmerksam zu machen."
Die offizielle Eröffnung des neuen Büros findet am 30.10.2012, um 10 Uhr statt.

13. September 2012
10 Jahre Rumänien AG am Elsa-Brändström-Gymnasium
Ein tolles Projekt feiert Geburtstag. Seit 10 Jahren engagieren sich Schülerinnen und Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums als "pupils for the poor" für Not leidende Menschen in der rumänischen Stadt Lipova. In Zusammenarbeit mit der dortigen Caritas leben sie in Gastfamilien, lernen hautnah soziale Problemlagen und nackte Not kennen oder besuchen mit Caritas-Mitarbeitern alte und behinderte Menschen. Sie packen aber auch konkret mit an, wenn etwas renoviert werden muss. Die "workcamps" werden intensiv vorbereitet und sind quasi logische Konsequenz aus dem Religionsunterricht. Also: keine lockere Klassenfahrt, sondern harte Arbeit. Die Kosten für die Fahrt tragen die Schüler selbst. Dr. Sabine Felbecker, Lehrerin am EBG, hatte die Idee 2002 gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer ehemaligen Studienkollegin Imogen Tietze entwickelt, die als Leiterin der Caritas in Lipova fungiert.
Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung mit Fotos und Erinnerungsstücken blickte die Rumänien AG jetzt auf zehn Jahre soziales Engagement in Lipova zurück. Schulleiterin Brigitte Fontein begrüßte die zahlreichen Gäste aus Schüler-, Lehrer- und Elternschaft sowie externe Gäste. Und selbst Dr. Imogen Tietze hatte es sich nicht nehmen lassen, mit einem kleinen Team dabei zu sein. Stolz zeigte sie die Schulleiterin darüber hinaus über die vielfachen Auszeichnungen, die das Projekt zwischenzeitlich erhalten hat - darunter den Essenener Sozialpreis 2010, der mit 5.000 Euro dotiert an "pupils for the poor" ging. Sabine Felbecker ließ gemeinsam mit einigen Schülern die zehn Jahre nochmals Revue passieren - eine beeindruckende Zusammenfassung vielzähliger Hilfen, wie sie von der Caritas-Leiterin nur noch nachdrücklich untermauert wurde. Michael Kowertz als Fachschaftsleiter Religion dankte seiner Kollegin ganz nachdrücklich für das tolle Engagament, natürlich gab es unter dem Motto "Schöne Worte sind zu wenig" einen Blumenstrauß - wie übrigens auch von den Schülerinnen und Schülern, die sich ebenfalls für den großen Einsatz ihrer Lehrerin bedankten. Reinhard Messing, der seit vielen jahren auf verschiedenen Ebenen mit Michael Kowertz und Sabine Felbecker zusammenarbeitet, überbrachte den Dank der lokalen Caritas. Dieser richtete sich in gleicher Weise an Sabine Felbecker wie an die Schülerinnen und Schüler:"Eurem tollen Engagement gehört mein ganzer Respekt." Danach ging es in die faszinierende Ausstellung, die das ganze Ausmaß konkreter Hilfe verbildlichte. Und natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt - unter anderem mit echtem Heilwasser aus Lipova.

12. September 2012
50 Jahre Carl-Sonnenschein-Haus
Das Wetter passte zum Namen der Einrichtung: Herrlicher Sonnenschein bildete den meteorologischen Rahmen für eine Geburtstagsfeier, die es im besten Sinne des Wortes „in sich“ hatte. Schon der Open-Air-Gottesdienst, konzelebriert vom Essener Weihbischof Franz Vorrath und Pastor Marco Bralic (St. Antonius), beeindruckte die weit über 200 Besucher mit der thematischen Verknüpfung von Gottes- und Nächstenliebe als Grundlage christlichen Handelns. In der Umsetzung dieses Gedankens sei das Carl-Sonnenschein-Haus für betroffene Menschen, für die Caritas und für den Stadtteil gleichermaßen ein Segen. Kurze Ansprachen von Hans-Werner Lufen (Gemeinde St. Antonius) und Reinhard Messing (Caritasverband) leiteten dann zur „weltlichen“ Feier über. Das Küchenteam um Werner Jahnke präsentierte dabei die kulinarische Qualität der Einrichtung, Jens Schwalm und Team boten tropische Cocktails – natürlich allesamt ohne Alkohol. Der MGV Cäcilia Alstaden brachte Auszüge aus seinem Programm, am Nachmittag gab es dann Rock & Pop mit der Hausband und dem „Anhaltenden MISSerfolg“. Kaffee und Kuchen sowie eine Spielbereich für Kinder ergänzten das Programm, das einschließlich Hausbegehung auf so großes Interesse stieß, dass die Stände trotz großzügiger Planung gegen 16.30 Uhr „Ausverkauft“ meldeten. Entsprechend zufrieden zeigte sich am Ende dann auch Einrichtungsleiter Ralf Böddingmeier, der vor lauter Gesprächen hier und Händeschütteln dort kaum mal zu einer Pause kam: „Mit so einer tollen Resonanz hätten wir nie und nimmer gerechnet.“ Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird ein Fachsymposium sein, das sich im November mit aktuellen Entwicklungen der Wohnungslosenhilfe auseinandersetzen wird.

7. September 2012
Ehrenamtliche in Sterkrade ausgezeichnet
Not sehen und handeln. Das ist das Motto der Pfarrcaritaskonferenz St. Clemens, die sich mit insgesamt neun Gemeindecaritasgruppen und 198 Ehrenamtlichen für die  
Menschen im Stadtteil einsetzt. Zum Beispiel für Kinder aus benachteiligten Familien, damit sie am Schulausflug teilnehmen können  oder eine angemessene Schulausstattung erhalten. Oder aber für alte und kranke Menschen, die sie zuhause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus besuchen und so aus der Isolation holen. Oder aber durch die zweimal jährliche Haussammlung, während der sie nicht nur um Spenden für ihre wichtigen Aufgaben bitten, sondern immer wieder mit neuen Notsituationen konfrontiert werden. Das sind nur einige wenige Aufgaben, denen sich die meist von Frauen getragenen Gemeindecaritasgruppen stellen. Häufig unbemerkt, dafür aber mit nachhaltiger Wirkung für Betroffene. Mit einem Gottesdienst und einer anschließenden Feier wurden jetzt 17 von ihnen für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet. Nach einem Gottesdienst mit Pastor Hans-Werner Hegh (St. Theresia) und Pastor Arun Mathur (geistlicher Begleiter der Pfarrcaritaskonferenz St. Clemens) ging es ins benachbarte Gemeindeheim. In seiner Ansprache machte Caritas-Vorstand Reinhard Messing deutlich, dass das Ehrenamt im Caritasverband eine eigenständige Bedeutung und keine Ersatzfunktion habe: „Die Hilfe von Mensch zu Mensch, im direkten Umfeld einer Gemeinde und ohne Rücksicht auf sozialen Status, Nationalität oder Religionszugehörigkeit, ist unverzichtbar.“ Durch die vorbildhafte Zusammenarbeit mit der hauptamtlichen Caritas könne man zudem ein breit gefächertes Netz der Hilfe „für eine soziale Stadt“ zur Verfügung stellen. Gemeinsam mit Sabine Köther (Caritas & Gemeinde) und den beiden Pastören galt der Dank an diesem Tage natürlich in erster Linie den für ihr langes Engagement Ausgezeichneten: Gertrud Irnig, Renate Kowanda, Martina Wennekamp, Helga Peters, Hildegard Laskowski (Urkunde für 10 Jahre), Christel Bennewa, Marlies Hörnschemeyer, Marita Kuhn, Regina Neumann, Grtraud Trummel (Elisabeth-Kreuz / 20 Jahre), Gerda Lehrenfeld, Antonia Abels, Ursula Kempkens, Margret Görtz (Ehrennadel in Silber / 30 Jahre), Maria Clermont, Else Flegel und Ruth Szymansky (Elisabeth-Plakette / 50 Jahre).  

22. August 2012
Bistro „Jederman“ blickt auf sein erstes Jahr am Markt zurück. 
Heiner Emschermann ist fasziniert: Der Caritas-Mitarbeiter steht im mediterranen Ambiente des „Jederman“ und freut sich über den wieder mal guten Besuch. „Mit einer solchen Resonanz hätten wir beim Projektstart nicht gerechnet“, bilanziert er das erste Jahr des  Caritas-Projektes am Osterfelder Markt. Anfang 2011 hatte sich der Wohlfahrtsverband entschieden, den leer stehenden Pavillon anzumieten und zu einem Bistro umzugestalten. Rund 3 Monate wurde renoviert und eingerichtet, bevor es im Juli an den Start ging. Und die Investition hat sich gelohnt. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sorgen seither für das Wohl der vielen Besucher, für die das „Jederman“ schnell zu einem gemütlichen und vor allem beliebten Treff im Stadtteil wurde. In der Speisekarte findet man kleine Leckereien, die durch ein wechselndes „Stammessen“ ergänzt werden. Frühstück, Kaffeespezialitäten und selbst gebackener Kuchen werden darüber hinaus ebenso angeboten wie gekühlte Getränke. „Hier trifft sich Osterfeld“, schmunzelt Emschermann, der selbst im Stadtteil aufgewachsen ist und weiß, was die Osterfelder sich wünschen: „Und dazu gehört neben gemütlichem Essen und Trinken die Kultur“. So bietet das „Jederman“ auch jede Menge Programm: Jazzabend, Lesungen, Wein- oder Cocktailabend, Tanztee oder die Atempause, die durch die evangelische Gemeinde angeboten wird. Denn rund um das Bistro hat sich ein Unterstützerkreis gegründet, der den Treff mit Leben füllen möchte. Kein Wunder also, dass immer mal wieder das „Osterfelder Frühstück“ dort stattfindet, der Bezirksbürgermeister seine Sprechstunde abhält (wenn er nicht gerade in der Bistro-Küche für sein Charity-Essen kocht) oder die Osterfelder Lichter zum Advent  eröffnet werden. Also: es ist richtig was los in der Osterfelder Mitte. Auch Dank des „Jederman“, wo – wie der Name schon sagt – jeder willkommen ist. 

4. Juni 2012
ANgeDACHT - Impulse für den Alltag
Seit April gibt es an der Schul- und Sozialkirche (Tackenberg) ein offenes spirituelles Angebot. ANgeDACHT richtet sich an Ehrenamtliche aus den Gemeinden, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes sowie an Menschen, die von der Caritas betreut und begleitet werden. In dem rund halbstündigen Impuls werden jeweils Situationen aus dem Alltag wie auch aus dem caritativen Bereich aufgegriffen, die sich in themenbezogenen Texten und Liedern widerspiegeln. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum lockeren Austausch bei Kaffee und Plätzchen. Entstanden ist die Idee im Bereich "Caritas & Gemeinde" und wurde von Pastor Karrasch begeistert aufgenommen. Beteiligt ist auch die "AG Spirituelles" des Caritasverbandes, die bei der Vorbereitung der Impulse ebenso mit einbezogen ist wie die Musikgruppe der Kontakt- und Beratungsstelle. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

ANgeDACHT
jeden Dritten Dienstag im Monat
17.00 - 17.30 Uhr mit Möglichkeit zum anschließenden Austausch
Schul- und Sozialkirche St. Jakobus
An St. Jakobus 1
46119 Oberhausen (Tackenberg)

1. April 2012
Armut macht Krank - Gesundheit für alle
Diesem Thema stellt sich die Jahreskampagne des deutschen Caritasverbandes.

Arme Menschen sterben früher als bessergestellte. Frauen leben im Durchschnitt acht Jahre weniger, Männer sogar elf Jahre. Dafür gibt es viele Gründe. Existenzielle Sorgen belasten die Psyche und verursachen chronische Krankheiten. Arme Menschen erleiden häufiger Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Auf der anderen Seite gehen arme Menschen sehr viel seltener zum Arzt. Etwa weil sie - ehemals selbstständig - ihre Krankenkassenbeiträge nicht bezahlt haben, weil sie sich die Praxisgebühren und die Zuzahlungen für Medikamente nicht leisten können. Zudem werden Medikamente, die nicht verschreibungspflichtig sind, von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Arme Menschen werden folglich medizinisch schlechter versorgt als die übrige Bevölkerung. Besonders betroffen sind Menschen ohne Arbeit, Wohnungslose, Alleinerziehende, Asylbewerber. Das gilt insbesondere auch für Kinder, die ohne Unterstützung zu den Verlierern von morgen werden.
Die Caritas fordert deshalb ein Gesundheitssystem, das allen Menschen gleiche Chancen einräumt und nicht einige aufgrund ihrer Bildung, ihres Einkommens oder ihres Aufenthaltsstatus schlechter stellt. Außerdem müssen die Einkommensunterschiede abgebaut, die Kinderarmut bekämpft und die Arbeitsvermittlung so organisiert werden, dass sie gerade auch langzeitarbeitslose Menschen wieder in Lohn und Brot bringt. (Quelle: Sozialcourage 3/2012)

Um auf dieses Thema auch in Oberhausen aufmerksam zu machen, wurde eine Artikelserie in der lokalen Presse veröffentlicht.

Artikel zu den Themen:

20. Januar
Kindern ein Zuhause geben
Caritas sucht Pflegeltern. Informationsveranstaltungen geben ersten Einblick in die Aufgaben.

Melanie (7 J.) ist eigentlich ein fröhliches Kind. Und trotzdem merkt man ihr seit einigen Monaten an, dass sie seltsam fahrig, nervös und unkonzentriert ist. Die schulischen Leistungen haben sich plötzlich verschlechtert, das sonst so aufgeweckte Kind ist kaum noch ansprechbar, reagiert aggressiv gegen sich und andere. Die familiäre Situation eskaliert. Die durch Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Druck stark belasteten Eltern sind überfordert und wenden sich Hilfe suchend an das Jugendamt. Diese und vergleichbare Situationen können im Rahmen der „Hilfen zur Erziehung“ zu einer Unterbringung in eine Pflegefamilie führen, die im Auftrag des Jugendamtes durch den Pflegekinderdienst der Caritas organisiert wird. Das Fachteam um Leiterin Uschi Sieweke übernimmt anschließend auch die Begleitung und Unterstützung der aufnehmenden Familien und Einzelpersonen. Zurzeit werden hier 190 Familien mit 220 Kindern betreut. „Gleichwohl suchen wir dringend Familien, die ein Kind aufnehmen können“, skizziert Uschi Sieweke den weiterhin bestehenden Bedarf. Aus diesem Grund biete man jetzt entsprechende Informationsveranstaltungen an. „Hier können sich interessierte Eltern unverbindlich über Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine eventuelle spätere Kindesaufnahme informieren.“ Die erste Veranstaltung findet am 6. Februar um 11 Uhr im Caritas-Haus an der Mülheimer Straße 188 statt. Folgetermine sind der 5. März sowie der 7. Mai 2012.  Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, weitere Informationen gibt es hier.

4. Januar 2012
Konkrete Unterstützung für Kinder aus benachteiligten Familien
Sponsoringaktionen 2011 im Überblick

Auch in diesem Jahr machten sich verschiedene Oberhausener Firmen in Zusammenarbeit mit unserem Verband stark, damit Kinder aus benachteiligten Familien ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommen. Wunschbaumaktionen, die übrigens vor 5 Jahren erstmals in Oberhausen von der AOK in Kooperation mit unseren Zentren durchgeführt wurden, liefen mit der AOK (80 Geschenke), der NRZ (110) und dem CentrO. (300). Die Geschenke haben einen
Wert zwischen 20 und 25 Euro. Der ZONTA-Club spendete im Rahmen der og. NRZ-Aktion 500 Euro. Die AOK (in diesem Fall „Alte Oberhausener Karnevalsgesellschaft“) stand vom 8. – 11. Dezember im Weihnachtswald auf dem Altmarkt und verkaufte selbst hergestellte Plätzchen, Marmeladen und Liköre zugunsten der Heilpädagogischen Tagesstätte. Ergebnis im letzten Jahr: 1.100 Euro. Mit diesen Aktionen konnten wir damit weit über 500 Kindern ein persönliches Weihnachtsgeschenk zukommen lassen.
Parallel zu diesen Aktionen gingen kurz vor Weihnachten Anschreiben mit einem Spendenaufruf an unsere Geschäftspartner und Lieferanten. Das erste Mailing unseres Verbandes macht unter dem Titel „Kinder im Blick – ich mach mit“ auf die Lebenssituation von benachteiligten Kindern aufmerksam und verdeutlicht, dass in vielen Fällen neben fachlich kompetenter Hilfe konkrete Hilfen und Unterstützung dringend erforderlich sind. Mit den Spenden soll ein Fonds gefüllt werden, aus dem unbürokratisch und zeitnah Hilfen gewährt werden können. Zwischenergebnis bis heute: 5.000 Euro. Wir danken allen Sponsoren und Spendern ganz herzlich.